Der grosse Hanftest – 3. Woche

© Copyright Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin

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3. Erfahrungsbericht vom Freitag den 18. April 2014


Nun füttern wir bereits zwei Wochen Hanf- und Kräuter und auch wenn es schwierig ist, die Eindrücke der positiven Veränderungen nun schon auf den Fotos zu dokumentieren, gibt es durchaus ein bisschen was zu sehen:

 

1. „Proband“ im Hanftest: Mahé


Hanftest3-mahe

Mahé beschloss leider kurzfristig, dass sie ihren Hafer mit der dopingrelevanten Kräuter-Wurmkur nicht mehr fressen möchte und darum stellten wir sie auf die dopingfreie Kräuterwurmkur um und nun schmeckt auch der mäkeligen Seniorin ihr Futter wieder. Wir vermuten zwar, dass der Grund vielleicht doch nicht die Kräuter waren, sondern die Tatsache, dass die Stuten nun langsam wieder angeweidet werden und Mahé sich den Bauch mit Gras voll schlug, womit sie dann natürlich auch keinen Appetit mehr auf Hafer hatte, aber vielleicht war es trotzdem der ungarische Beifuss, der ihren Geschmack nicht traf … wobei sie ihn ja zuerst problemlos annahm, aber versteh einer die Pferde .:-).

Nach wie vor hält sie in diesem Frühling ihr Gewicht sehr gut, obwohl der Fellwechsel ihr die Jahre davor sehr an die Substanz ging und auch was ihre Gesamtkonstitution betrifft, wirkt sie nicht mehr so „bauchig“ und abgesenkt in der Mitte, sondern insgesamt harmonischer. Vielleicht war Mahé also trotz regelmäßiger allopathischer Wurmkuren nicht wurmfrei und ihr leicht rippiger Blähbauch war ein Resultat der Würmer? Dies wäre aktuell zumindest mein Fazit, wenn ich mir die 23 Jahre alte Stute betrachte, denn auch ihr Fell wirkt glänzender und nicht mehr so stumpf, wie noch vor drei Wochen.

Bei Mahé wird der Hanf auf jeden Fall ein Bestandteil ihres Futters bleiben und eventuell werden wir noch über eine Senioren-Kräuterkur nachdenken, die wir zwei Wochen nach der Kräuter-Wurmkur anstreben.

 

2. „Proband“ im Hanftest: Bambi


Hanftest3-Bambi

Nach wie vor geht es Bambi so gut wie selten zuvor. Sie hat keine Verdauungsprobleme und es scheint, als würde sie doch endlich ihre „Hungerkuhlen“ auffüllen wollen. Zwar mäkelte auch sie in dieser Woche erstmalig und fraß ihre Futterration nicht ganz auf, aber wie bei Mahé gehe ich eher davon aus, dass sie einfach vom Gras satt war und darum ihr Abendessen mit geringerem Appetit fraß, denn der Rest vom Vortag war nach dem Frühstück nicht mehr im Trog – sie hatte ihn also wohl mit aufgefressen und insofern denke ich, waren nicht die Kräuter der Auslöser für ihr mäkeliges Fressen.

Auch bei Bambi wird der Hanf ein Bestandteil ihres Futters bleiben und nachdem ihr auch die Kräuter so gut tun, denken wir auch bei ihr nach der Kräuterwurmkur über eine weitere Kräuterkur nach, um ihren Magen- Darmtrakt weiter zu stabilisieren.

 

3. „Proband“ im Hanftest: Marzipan


Hanftest3 - Marzipan

Hanftest3-marzipan1

Nach wie vor verblüfft mich vor allem bei Marzipan der sichtbare Erfolg der Ekzem-Kräuter-Wurmkur, denn die Stute schubberte sich bislang nicht!

Ihr Fell ist glatt und glänzt und ihre Hufe sind elastisch und frei von Rissen oder ausgebrochenen Tragrändern. Ob das nun allein die Kräuter oder die Kräuter in Verbindung mit dem Hanf sind, weiß ich zwar leider auch nicht, aber nach der Kräuterkur wird auch bei Marzipan der Hanf Bestandteil ihres Futters bleiben, denn dass sie das erste Frühjahr eine lange Mähne trägt, der Schweif voll und glatt herunterwächst und das Hufhorn so elastisch ist, dass nichts bricht oder reißt, respektive der Hornspalt sogar ganz herausgewachsen ist, haben wir mir so vielen unterschiedlichen Zusatzfuttermitteln nie erreichen können.

 

4. „Proband“ im Hanftest: Lilo


Hanftest3 - Lilo

Auch Lilo wird nach der Kräuterkur den Hanf weiter bekommen, denn auch wenn er ihn nicht beim Abnehmen unterstützt, so gefällt mir trotzdem Lilos Gesamtkonstitution deutlich besser. Er wirkt nicht mehr so „schwabbelig“, schwitzt bei der Arbeit nicht mehr so stark und vor allem höre ich das Atemgeräusch nicht mehr, das mich im Winter kurzzeitig doch etwas besorgte.

Natürlich muss er trotzdem dringend einige Kilos verlieren, aber ich freue mich momentan so sehr, dass meine beiden „Schubberpferde“ noch ihre volle Langhaarpracht tragen dürfen, dass ich die anderen Baustellen gerne noch in Angriff nehme, aber zumindest eine große Last ist mir von den Schultern genommen worden. Übrigens habe ich die Länge der Mähne gleich mal mit nachgemessen, als ich den Speckbär fotografierte und es sind stolze 40 cm!

 5. „Proband“ im Hanftest: Schimmi


Hanftest3 - Trakehner

Hanftest3 - Trakehner2

Schimmi feierte in dieser Woche seinen 21. Geburtstag und war wieder einmal ganz besonders agil – umso mehr freut es mich, dass seine Rippen sich trotzdem nicht mehr, sondern weniger deutlich unter seinem Fell abzeichnen. Auch die „Hungerkuhlen“ treten nicht mehr so deutlich sichtbar in Erscheinung und auch wenn ihm noch viele Kilos fehlen, wirkt er trotzdem runder und nicht mehr so sehr nach „Klappergestell“.

Auch er wird den Hanf weiter bekommen, denn er frisst nicht mehr, er bewegt sich nicht weniger, aber er verwertet offensichtlich sein Futter besser. Was mir bei ihm ganz besonders positiv auffiel ist, dass sein Fell bereits seidig glänzt und er damit als Erster den Fellwechsel hinter sich brachte, obwohl er im Winter mit seinem dichten weißen Plüschfell einem Eisbär sehr ähnlich sah. Sollte er nun tatsächlich soviel Gewicht gewinnen, dass er nicht mehr wie ein Hungerhaken aussieht, überlege ich ernsthaft, ihn wieder kontrolliert zu bewegen. Bislang fürchtete ich, dass ich 1. eine Anzeige von besorgten Tierschützern riskiere, wenn ich das magere Pferd auch noch arbeite und 2. dass er dabei zuviel Gewicht verliert. Aber so viel wie er auf seiner Weide herumrennt, täte es ihm vielleicht gut, seine Energie so einzusetzen, dass er sich dabei zumindest nicht verletzt, denn letzte Woche ist er mit so einer Wucht vor eine Holzlatte gerannt, dass die brach und er sich an einem Splitter verletzte – zum Glück begrenzt zusätzlich zur Holzlatte auch ein Stromzaun seine Weide und so war der Schaden gering und auch die kleine Wunde ist wieder verheilt.

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