Grossflächige Wunden

Auszug aus Mahés Tage- und Zuchtbuch


Samstag, der 19. September 2009

Die Frage nach der Farbe müssen wir wohl nun für die nächste Zeit vertagen, denn leider stehen nun erst einmal wichtigere Dinge an, wie dass das undefinierbar gefärbte Fell von Ménage à trois an den Stellen erst einmal wieder zusammenwachsen muss, wo seit heute ein Loch klafft, denn die Kröte hat wohl heute nacht beschlossen ihre Menschenmama mal wieder in helle Aufregung und Sorge zu versetzen.

Wie jeden Morgen war Micha zur Wiese gefahren, aber im Gegensatz zu sonst, wo er meistens noch ein bisschen mehr Zeit braucht, bis alle Kuscheleinheiten verteilt und alle Pferde zufrieden sind, war er heute schon nach gefühlten fünf Minuten wieder zuhause und brachte – ich ahnte es aufgrund der Kürze seiner Abwesenheit schon – schlechte Nachrichten mit.

Wir hatten ja in den vergangenen Tagen schon ab und an das Problem, dass die Dusselfraktion unserer kleinen Pferdeherde den Eingang zum neuen, seit ca. einer Woche zum Abgrasen freigegebenen Stück der Wiese nicht fand und sich die Damen dann sehr aufregen mussten, dass der garstige Zaun sie voneinander trennte, aber nach den ersten Tagen hatte auch das letzte Mitglied der Drachenbrut begriffen, dass es ein Tor gibt, das weit offen steht … zumindest dachten wir das, denn offensichtlich hatten es alle begriffen, außer unserer Kröti und die muss wohl, so nehmen wir es an, den Anschluss an die Mama und die Freundinnen verpasst haben und dann in ihrer Panik anstatt durch den sperrangelweit offenen Eingang zur Weide zu gelangen, den direkten Weg durch den Zaun genommen haben. Dabei splitterten die Pfosten, was Kröti nicht zu bremsen vermochte, denn anstatt nun wie ein vernünftiges Pferd doch außen rum zu gehen, arbeitete sie sich vermutlich durch das Chaos von geborstenen Latten und freiliegenden Nägeln und fetzte sich bei dieser Aktion ein derbes Stück Fell von der Brust, das bei Michas Ankunft wie ein Lappen herunterhing. Zusätzlich fehlt am Oberarm des rechten Vorderbeins auf einer handtellergroßen Fläche die Felltapete – die ist abgeschrapst bis aufs Leben.

Vielleicht hätte ich nicht so laut äußern sollen, dass es schwierig ist das Tagebuch von Mahé und Ménage à trois konstant weiterzuführen, nachdem sie nun auf der Weide stehen und eigentlich nichts Außergewöhnliches passiert, was sich lohnt aufzuschreiben und zwischen zwei Buchdeckel zu binden, denn seit diesem Tag scheint es bei uns fast schon üblich zu sein, dass jeden Tag eine Sensationsgeschichte aufgeschrieben wird. Allerdings muss ich nun allen denjenigen, die glauben, dass die Geschichte von Krötis Verletzung das einzig Spannende ist, was an diesem Tag passierte, gleich schon erzählen, dass der Grund, warum das Krötchen in den Zaun gelaufen war, gar nicht .ihrer Dusseligkeit zuzuschreiben war, sondern einer Situation, welche die mit der ausgebrochenen Kuh bei weitem an Schreckfaktor übertraf.

Aber nun der Reihe nach, denn als mich Micha informiert hatte, fuhren wir natürlich sofort zur Weide, weil ich mir die Verletzung erst einmal genauer anschauen wollte, bevor ich nun weitere Entscheidungen treffen wollte.

Was nun Micha nicht aufgefallen war, weil er die Pferde auf dem vorderen Stück der Weide antraf und sofort zurückfuhr, als er sah, dass von Krötis Brust ein Hautfetzen herabhängt, bemerkte ich nun, weil die Pferde nun weiter hinten standen und wir darum auch in diese Richtung marschieren mussten, um sie anzutreffen. Zunächst wusste ich auch nicht, was das wohl sein könnte, was da weiß leuchtend durch die Bäume schimmerte. Doch was ich meinte zu sehen, konnte ich nicht glauben, denn das was zu erkennen annahm, sah von Weitem aus wie ein Schiff und ganz ehrlich? Was soll denn ein Schiff mitten auf unserer Pferdeweide? Den folgenden Gedanken, dass nun unser murmelndes Bächlein, das man im Hochsommer bestenfalls noch als Rinnsal bezeichnen kann, wie es größer nach jedem ergiebigen Regenfall im Straßengraben auf die Kanaldeckel zufließt, zu einer Schifffahrtsstraße wurde, verwarf ich darum auch gleich wieder und so breit, dass sich ein Fährschiff lohnen würde, wird das bisschen Nass, bei aller Klimaerwärmung mit samt abschmelzenden Polen und nachfolgenden Überschwemmungen wohl auch in diesem meinem Leben nicht mehr werden. Um es auch gleich vorauszuschicken: Ich hatte auch keinen Alkohol getrunken und Restalkohol von gestern Abend scheidet als Grund für Halluzinationen auch aus, denn die zwei Gläser vom neuen Wein hatten vermutlich weniger Alkohol als ein Löffel Hustensaft.

Aber, ich muss es leider zugeben und kann es auch nicht mehr beschönigen: Der Zahn der Zeit nagt an uns und so sind Micha und ich mittlerweile beide ohne Lesebrille blind wie die Maulwürfe und zum Beispiel die Zeilen in Times New Roman der Größe 12 gedruckt auf Buchseiten können wir nur noch dann erkennen, wenn wir die Lektüre eine Armlänge von unseren Gesichtern entfernt fixieren …

Nixi fragte neulich dreist, ob sie vielleicht meine Zeitung mit in den Flur nehmen soll, um sie dort aufzuschlagen und passend so hinzuhalten, damit ich sie in der Küche sitzend lesen kann

– noch so eine freche und undankbare Kröte, die meine mütterliche, aufopfernde und hingebungsvolle Fürsorge, mit der ich sie fast 18 Jahre lang verwöhnte, nicht im mindesten zu schätzen weiß und ich schreibe es ungern, denn ich habe es selbst immer gehasst wenn meine Mutter das sagte, aber es ist nicht von der Hand zu weisen … Mama, ja, Du hattest recht, als Du mich warntest: „Warte nur, wenn Du mal Kinder hast, dann wirst Du noch an mich denken!“.

Aber gut, wer den Schaden hat, der braucht bekanntlich für den Spott auch nicht zu sorgen.

Hubschrauber

Bevor ich also Micha nun fragte, was denn da auf der Wiese steht, versuchte ich noch ein bisschen näher ran zu kommen, denn schließlich konnte ich bei meiner nachlassenden Optik noch nicht einmal sagen, ob das Etwas in oder außerhalb der Weide geparkt war. Zum Glück murmelte nun aber auch mein bester Ehemann von allen: „Was ist das denn, was da im Gras steht?“ vor sich hin und so wusste ich wenigstens, dass es sich nicht um eine Fata Morgana handeln konnte, die nur ich sah, sondern dass „das Ding“ zumindest Micha auch aufgefallen war. Inzwischen rechnete ich ja schon mit allem, sogar mit einer uns bevorstehenden Begegnung der dritten Art und vorsichtshalber spinzelte ich ins anliegende Maisfeld, ob da vielleicht wie bei dem Film „Signs“ schon irgendwelche seltsame Zeichen zu erkennen waren, so wie Kornkreise in Getreidefeldern, aber wären sie dort gewesen, hätte man sie 1. nur von oben sehen können und 2. wären sie mir wohl auch erst aufgefallen, wenn ich unmittelbar darin gestanden wäre … oder vielleicht noch nicht mal dann. Vielleicht hätte ich mir niemals Raumschiff Enterprise anschauen sollen, dann hätte ich auch nichts von feindlich gestimmten Klingonen gewusst, aber so überlegte ich mir vorsichtshalber schon, wie man den Außerirdischen, möglichst ohne sie dabei zu verärgern oder zu reizen signalisiert, dass wir uns ihrem Raumschiff in friedlicher Absicht genähert haben und dass sie auf unserer Weide parken und bitte wieder wegfliegen sollen und zwar ohne uns als Souvenir von dem Erdenausflug mitzunehmen und uns auf ihren Planeten irgendwo im All zu verschleppen, wo sich die Exterritorialen sonst so aufzuhalten pflegen.

Pferdeverletzung

Doch inzwischen hatten wir das „unbekannte Flugobjekt“ erreicht und nun, als wir quasi fast schon drüberstolperten, erkannte ich dass es kein Ufo war und mein Ehemann rief entsetzt aus: „Das ist ein Helikopter!“

Tatsächlich stand nun also, mitten auf unserer Pferdeweide ein Hubschrauber, als hätte ihn da jemand hingestellt und vergessen, wo er ihn geparkt hatte und um ihn herum standen unsere Pferde und fanden das Ding, nachdem es ja nun keinen Lärm mehr machte, sehr interessant.

Mir jedoch brach schon beim Anblick der scharfkantigen Rotorblätter der Angstschweiß aus, weil ich mir vorstellte, wie sie sich in die Hälse unserer Pferde schneiden.

Interessant ist, dass wir exakt dieses Ding in den letzten beiden Tagen beobachtet hatten, als es mit einer Art verkleinertem Silo als Außenlast über die Wälder flog und darüber Kalk verstreute und ich zu Micha sagte, ohne davon Kenntnis zu haben, dass es sich um Kalk handelt, sondern annehmend, dass es irgendein Gift ist, welches da aus der Luft über die Welt am Boden gestäubt wird, dass ich ja wohl hoffe, dass die um unseren Pferdewald einen riesengroßen Bogen fliegen, weil ich nach der Kuhgeschichte relativ wenig Lust hatte, mich noch einmal mit einer Versicherung auseinander zu setzen, um mir dann sagen zu lassen, dass ich erst einmal den Beweis erbringen müsste, dass die Pferde den Zaun nicht sowieso niedergewalzt hätten, auch ohne von der Kuh erschreckt worden zu sein, weil Tiere ja bekanntlich eher willkürlich reagieren und für solches Verhalten eine Versicherung keinesfalls aufkäme, um den daraus entstandenen Schaden zu regulieren. Im Geist malte ich mir also schon aus, wie der Heli über unserer Weide herumpropellert und die gesamte Herde in ihrer Panik den nächsten Zaun natürlich vollkommen „willkürlich“ platt macht oder durch den Schreck die tragenden Stuten spontan und vermutlich ebenso „willkürlich“ resorbieren, was natürlich keinen Menschen interessiert, denn schließlich müsste ich, um irgendeinen Schaden bezahlt zu bekommen, ja erst mal beweisen, dass der Kalk vom Himmel stäubende Hubschrauber dann daran schuld gewesen wäre und die Stuten das nicht sowieso schon länger vorgehabt hätten, lieber doch nicht mehr schwanger zu sein.

Natürlich war diese geistig ernannte Sorge entgegen aller so intensiv gelernter Murphy-Regeln, nach denen man sich mit der Kraft der positiven Gedanken ein besseres Leben schafft – aber was in die eine Richtung funktioniert, klappt bekanntlich auch in die andere und in diesem Fall die negative. Jedenfalls dachte ich an meine unguten Gedanken, als nun der Heli nicht über die Weide flog, sondern darauf herumstand und zwar nebst seinem gestern noch unter ihm herumbaumelnden Gefäß mit dem Kalkstaub und den nun im Gras als praktische und sicher im Dunkeln sehr effektiv als Fußangeln funktionierenden Stahlseilen, in die ich gedanklich schon die Pferde stolpern und sich darin verfangen sah. Bevor ich nun das hermetische Gesetz, dass Kraft in Form von Materie immer dem Geist in Form von Gedanken folgt und diese umsetzt, sodass alles was man befürchtet oder erhofft oder erwartet auch passiert, noch einmal auf seine Umsetzung überprüfen wollte, versuchte ich schnell an etwas anderes zu denken, aber das soll man mal probieren, wenn das Objekt, das man zu ignorieren versucht so präsent ist wie ein Helikopter … mir jedenfalls gelang das nicht.

Wunde

Da es unwahrscheinlich war, dass sich das Riesending nur durch unser bloßes Ankucken verflüchtigen würde, beschlossen wir bei den Leuten zu klingeln, deren Hof an die Weide angrenzt, aber die hatten nichts mitbekommen, denn sie selbst erst gerade nach Hause gekommen und wunderten sich nun gemeinsam mit uns über das Monstrum vor ihrem Haus. Ein Anruf beim Verpächter der Weide brachte uns leider auch nicht weiter, denn auch ihn hatte niemand darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Hubschrauber das Wochenende inmitten unserer Pferde verbringen sollte, aber zumindest bekamen wir den Rat, die Polizei anzurufen und die Nummer vom Forstamt, das den Auftrag für die Waldbestäubung aus luftiger Höhe erteilt hatte … aber natürlich erreicht man da am Samstag niemanden, außer dem freundlichen Anrufbeantworter, auf dessen Band wir dann auch die Nachricht hinterließen, dass man sich doch bitte bei uns bezüglich des Hubschraubers in unserer Pferdeweide melden soll. Da wir annahmen, dass die Polizei uns vermutlich auch nicht weiter helfen kann, weil ein Helikopter, im Gegensatz zu einem falsch parkenden Auto, in der Regel wohl nun nicht eben mal von einem Abschleppdienst aus dem Weg geräumt wird, vertagten wir das Problem nun bis Montag früh und sicherten den Heli nebst Kalkbehälter und den Stahlseilen auf der Erde mit drei Reihen E-Litze, damit die Pferde zumindest nicht mehr so nah an die gefährlichen Hubschrauberteile herankommen konnten.

Nun hofften wir, dass wir, wenn wir Montag früh ab halb acht an der Weide stehen würden, die Hubschraubercrew treffen werden, aber vorsichtshalber hatte Micha ihnen einen Zettel geschrieben, dass sie sich bei uns melden sollen. Mir schwante aber bereits, dass sie das nicht tun würden, wenn er „wegen eines eventuellen Versicherungsschadens“ dazukritzelt. Ich hätte es vielleicht eher mit etwas Verlockenderem probiert, aber gut, natürlich soll man nicht aufhören, an das Gute im Menschen zu glauben. Auf jeden Fall wollten wir aber dabei sein, wenn das Monster sich wieder mit laut knatternden Rotoren in den Himmel erhebt, denn zum einen scheuten wir nicht das Risiko, dass die Pferde ein zweites Mal in Panik in den Zaun laufen und zum anderen parkten wir die Pferde auf dem vordersten Stück der Weide, wo aber leider nur noch Golfrasen vorhanden war, der als Pferdefutter für das ganze Wochenende nicht ausgereicht hätte, aber wir wollten sie auf jeden Fall in sicherer Entfernung von dem Hubschraubermonster wissen.

Wir standen also Montag früh und warteten … aber kein Hubschrauberpilot kam. Irgendwann gegen neun traf er dann doch endlich ein und wen nun die Antwort des Hubschrauberpiloten interessiert, die er uns auf die Frage gab, ob er nicht Bedenken gehabt hätte, den Heli einfach so auf eine Weide zu stellen – hier ist sie: „Ich bin den ganzen Tag seit früh morgens geflogen und komme aus der Gegend von Warendorf – hatte also noch einen weiten Heimweg und weil hier ja auf jeder Weide Rinder oder Pferde stehen, nahm ich eben diese … die ist ja so groß und die Pferd standen ja relativ weit weg vom Landeplatz. Schließlich konnte ich den Heli ja nicht auf ein freies uneingezauntes Feld stellen, denn dann wäre er vielleicht beschädigt worden.“

Unsere Frage, ob er nicht denkt, dass man den Eigentümer oder Pächter mal fragen sollte, bevor man einen Heli auf die Wiese stellt, auf der man sogar Pferde laufen sieht war:

„Ich komme nicht aus der Gegend und kenne die Leute nicht und woher sollte ich nun wissen, wem die Weide gehört, oder die Pferde … ich mach hier nur meinen Job und wenn ich Feierabend habe, dann will ich auch mal nach Hause und kann nicht noch an jeder Haustür klingeln, ob jemand mir sagen kann, wem die Pferde gehören. Außerdem habe ich jemanden gefragt und der sagte, dass wir den Heli auf die Wiese stellen dürfen.“

Derjenige der das anscheinend gesagt haben soll, war der Landarbeiter von dem Hof, der an die Weide grenzt, aber der sagte, dass der Hubschrauber auf die nicht eingezäunte freie Fläche gestellt werden könnte, die auf der anderen Seite des Hofes liegt, wo er nicht mal annähernd in die Nähe der Pferde gekommen wäre, denn da liegt noch der Wald und eine Straße dazwischen.

Ein schlechtes Gewissen hatte der Mensch jedenfalls nicht und als Krönung des Gespräches meinte er, als ich ihm vorwarf, dass es durchaus sein könnte, dass die Stuten aufgrund des Schrecks resorbieren, dass er doch nichts dafür könnte, dass Pferde so dumm sind und Angst vor einem Hubschrauber haben.

Das Traurige daran ist, dass ich, wenn nun eine Stute nicht mehr tragend wäre, beweisen müsste, dass sie das am Freitag Abend vor der Landung des Hubschraubers noch war und dass sie aufgrund dieser Landung resorbiert hat und das nicht sowieso vorhatte, denn das Spiel hatten wir bei der Rindviehattacke auf die Pferde schon mit der Münsterländischen Versicherung (Ja, genau die LVM, die das Fohlenchampionat in Lienen ausrichtet), denn da hieß es, dass wir beweisen müssten, dass die Pferde exakt als das Rind zur Weide kam noch tragend waren (wer lässt denn seine Stuten zweimal täglich morgens und noch mal am Abend vom Tierarzt auf Trächtigkeit untersuchen, falls mal ein Rind kommt, das sie durch den Zaun jagt) und überdies beweisen müssten, dass die Stuten hinterher tatsächlich aufgrund der Rindviehattacke resorbierten … was man nie beweisen kann, denn das einzige was ich beweisen kann wäre, dass die Rindviehattacke und die panische Flucht der Pferde durch den Zaun zeitnah zusammenlagen, aber die Versicherung meint, dass Pferde durchaus mal willkürlich durch einen Zaun preschen könnten und zwar auch ohne dass sie sich vor einem Rind erschrecken, denn schließlich könnte es auch sein, dass sie sich vor unserem Auto, vor einem Vogel oder sonst irgendwas erschreckt hätten und damit hätte ja wohl die Versicherung des Rinderhalters nichts zu tun. Der Mann, der dies so formulierte ist im übrigen Züchter Westfälischer Pferde und meinte, dass seine Pferde sich niemals vor einem Rind erschrecken würden und eine gesunde Stute nicht resorbiert, nur weil sie sich erschreckt oder Panik bekommt und wenn meine Trakehner zu sensibel wären um mit einer Stresssituation umzugehen, dann hätten sie in einer Reitpferdezucht auch nichts verloren, denn solche Schisser produzieren ja niemals vernünftige Reitpferde und schon gar keine Pferde, die man im Sport gebrauchen kann. Ich habe ihm dann gesagt, dass man Trakehner vermutlich nicht mit Westfälischen Trampeltieren vergleichen kann, aber ich gerade die Sensibilität eines Trakehners schätze und sie darum jedem stumpfen Pferd vorziehe. Wobei ich natürlich auch zugeben muss, dass mich der Anblick, meiner munter um den Heli grasenden Pferde auch ziemlich verdutzte, denn vor allem Hibiska hatte dem riesigen weißen Vogel bereits das Du angeboten und fand gar nichts Schlimmes dabei, genau neben ihm zu grasen, dabei hätte ich eine Wette gemacht, dass die Pferde sich prustend und schnaubend nicht mal auf 100 Meter dem Monstrum nähern.

Nun bleibt jedoch nicht zu vergessen, dass sich mit der Helikopter Geschichte noch kein Happy End verbinden ließ, denn nachdem wir den Hubschrauber entdeckt hatten, galt unsere erste Sorge nach wie vor dem verletzten Krötchen, wobei mir nicht nur die logische Schlussfolgerung, dass die Wunde mindestens 12 Stunden alt sein muss, nachdem ich gleich annahm, dass die Landung des Helikopters am Abend zuvor zu einer panischen Flucht der Pferde geführt hatte, sondern auch der Zustand der Wunde den Hinweis lieferte, dass es hier wohl für den Tierarzt nichts mehr zu nähen geben würde. Wer sich nun wundert, dass ich mir eine solche Beurteilung zutraue, dem sei verraten, dass mir ein solcher Anblick, wie der vom Krötchen nun nicht ganz neu war, nachdem sich im Jahr 2002 unser Schimmi-Sohn aus der Anuschka, Arc de Dieu, genannt Ingo, einen handbreiten Streifen Fell aus der Seite schälte und zwar über die gesamte Körperlänge … 57 Stiche setzte der Tierarzt, bis alles wieder geflickt war. Nicht genug dessen zeigte uns im letzten Jahr dann auch noch Herzi, die erste Tochter von Linné und Happy, wie es in ihrem Oberarm aussieht, denn als ich sie reinholen wollte hing ein ziemlich großer Klumpen Muskelgewebe heraus und da wo der fehlte, klaffte ein faustgroßes Loch. Damals war es zu spät, um die Verletzung zu nähen und im nachhinein war es wohl auch gut so, denn die Wunde heilte von innen nach außen ganz unkompliziert ab, während sich bei Ingos zugenähter Stelle immer wieder Eiter bildete und es zu Komplikation bei der Wundheilung kam.

Der Anblick, der sich mir nun auf Krötis Brust bot, war zwar auf den ersten Blick nicht annähernd so schlimm wie bei Ingo und Herzi, aber dennoch gruselig und natürlich auch behandlungsbedürftig. Die Frage, die ich mir stellte, war darum auch, ob ich den Tierarzt anrufe, damit er sich die Wunde ansieht. Allerdings ahnte ich auch schon, dass er mir 1, ein schlechtes Gewissen einreden würde, indem er mir mitteilt: „Also ohne Antibiotika wird das vermutlich nichts, weil sich das entzünden wird“, und dann lasse ich mich breitschlagen, seiner Therapie zu folgen, obwohl ich eigentlich nicht sooo überzeugt bin, dass das besser hilft, als meine Kräuterapotheke und ich außerdem gerade bei Kröti bereichts die Erfahrung machen musste, dass sie auf Antibiotika mit Apathie und Trinkunlust reagierte, als der TA sie kurz nach der Geburt damit versorgte, weil sie sich erkältet hatte und 2. hätte er Kröti niemals auf der Weide behandelt. Natürlich war auch mein erster Gedanke, dass ich sie sofort nach Hause hole, um die Wunde versorgen und ordentlich behandeln zu können, aber dann schossen mir gleich zwei weitere unerfreuliche Geistesblitze durchs Gehirn, welche die Idee mit dem Tierarzt sofort zunichte machten, denn

1. kann ich Mahé nicht alleine in den Stall stellen, denn dann bekommt sie eine Krise und so müsste ich darum Zauberglück nebst ihrem Sohn, dem Prinzen mitnehmen. Die aber trennt sich immer sehr schwer von Flora, welche wiederum ohne ihre Tochter Bambi nicht zufrieden ist und dass Bambis Schwester Cora weder ohne Mutter noch ohne Schwester und schon gar nicht ohne ihre Freundin Marzipan sein kann, erschwert das Hereinholen bestimmter einzelner Pferde aus der Drachenbrut doch sehr. Abgesehen davon klebt Hibiska derzeit wie Pattex an Mahé und Ménage à trois und dass Hibiska natürlich die Königin und die Königin wiederum ihre Mama Happy sehr vermissen würde, wenn sie als Gesellschafter in den Stall zurück geholt werden sollte, versteht sich von selbst … und wie ich schon schrieb: Mahé zählt sowieso abends durch und wehe es fehlt ein Mitglied ihrer Herde im Stall, dann schlägt sie ziemlich laut Alarm.

2. sind natürlich die Hygienebedingungen auf einer Weide deutlich besser als auf einem Paddock, wo der Sand an den Wundrändern haftet und sich in die Verletzung hineinschleicht und dass der ziemlich ungesunde Keime enthält, davon gehe ich mal aus. Bei Herzi spülte ich das Loch darum zweimal täglich aus und jedes Mal reizte ich damit auch die Wunde neu, weil ich den Schmutz und den halben Sandauslauf herauspuhlen musste, der darin klebte.

Allerdings waren nun Herzi und Ingo bereits Jährlinge und demzufolge schon ein gutes Jahr lang in den Genuss von Kultur und Erziehung gekommen, während Kröti eigentlich bislang recht antiautoritär oder sogar lessaiz-faire aufwuchs und zum Thema Halfter war unsere Diskussion mit ihr, seit sie auf der Weide verwilderte, bislang auch eher unfruchtbar verlaufen – was heißt, Micha und ich versuchten sie zu überrumpeln, um ihr das Halfter im günstigsten Moment über die Ohren zu streifen und Kröti versuchte ihrerseits diese Bemühungen zu vereiteln, indem sie exakt immer eine Fingerkuppenlänge weiter von uns wegstand, als dass wir sie hätten greifen können, denn so eine Weide bietet für solche Spielchen immer genug Raum und Weite. Natürlich kann man nun seiner Autorität Nachdruck verleihen, indem man sich in so einem Fall durchsetzt und nicht eher aufgibt, bis das Fohlen aufgehalftert ist, aber in der Regel macht man sich damit eher zur Lachnummer, als dass man Dominanz demonstrieren kann und wer schon mal ein Pferd grinsen sah, weiß was ich meine: Es ist dieser unverschämte Blick, den das sonst so zugängliche und kuschelbedürftige Tier aufsetzt und der zu sagen scheint: „Wie? Bist Du schon außer Puste, wo ich doch gerade so langsam in die Aufwärmphase komme?“, der den ohnehin schon vor Anstrengung hochroten Kopf des ansonsten wirklich sehr tierlieben Menschen vor lauter Zorn ins Bordeauxfarbene changieren lässt, weil eben dieser Mensch genau weiß, dass eben diesem Tier nicht nur seine vier schnellen Beine uns gegenüber, den Tölpeln, die mit zwei Beinen schon ins Stolpern geraten, einen Vorteil verschaffen, sondern dass es das auch noch ganz genau weiß und hemmungslos ausnutzt … soviel zum Thema Dankbarkeit für aufopfernde Pflege, liebevolle Behandlung und üppige Fütterung.

Wenn man sich demzufolge vor seinen Pferden also nicht komplett zur Lachnummer machen will, sollte man frühzeitig die Strategie wechseln und es mit totaler Ignoranz versuchen. In den zahlreichen Fachbüchern wird das so empfohlen und auch wenn meistens auch hier das Pferd den längeren Atem behält, also die totale Ignoranz noch besser beherrscht als sein Mensch, so bekommt man den roten Kopf wenigstens nur vor Wut und nicht auch noch vor Anstrengung, denn bei der Ignoranzübung reicht es, sich irgendwo hinzusetzen, und die Anwesenheit der Pferde standhaft zu ignorieren, die ihrerseits im schlechtesten Fall die Anwesenheit des Menschen standhaft ignorieren. Zweck der Übung ist es aber eigentlich, dass die Pferde theoretisch neugierig werden und irgendwann förmlich um die Aufmerksamkeit des ignoranten Menschen betteln. Warum das bei uns nicht funktioniert? Ich weiß es nicht, entweder machen wir etwas falsch dabei, weil wir in der Umsetzung irgendetwas nicht richtig verstanden haben, oder unsere Pferde haben das Buch nicht gelesen und wissen nicht, was nun von ihnen verlangt wird, aber zumindest trägt die Übung dazu bei, dass man das Knüppelholz, das man gerade aufhob um es hinter dem sturen Gaul herzuwerfen, wieder weglegt und den Aggressionsspiegel senkt, während man die Pferde ignoriert und wie schon gesagt: man kommt dabei wenigstens nicht ins Schwitzen.

Leider führte die Sache, Kröti die kalte Schulter zu zeigen, auch bei ihr nicht zum gewünschten Erfolg – das lag wohl daran, dass sie die größere Ausdauer von uns beiden besitzt und sich vermutlich sagte: „Schön, dass sie es endlich kapiert hat, dass sie nervt und mich nun in Ruhe lässt.“ Erschwerend mag bei ihr dazukommen, dass sie vollkommen unbestechlich ist, was Leckerlis und sonstige Sonderrationen angeht, denn zum einen ist ein Pferd auf der Weide, solange genügend Gras zur Verfügung steht, selten so hungrig, dass es sich durch irgendwelche Mitbringsel wie Gemüse oder Obst zum Gehorsam verführen ließe, wenn es eben den konsequent nicht zu leisten bereit ist und zum anderen lehnt Kröti alles ab, was sie nicht kennt; sie zieht Gras oder Heu sogar dem Kraftfutter vor und den liebevoll in Juliennestreifen geschnittenen Möhren schenkt sie ihre Aufmerksamkeit höchstens, um daran zu schnuppern und danach verächtlich die Nüstern hochzuziehen.

Wie überredet man also ein vollkommen unkorruptes Fohlen dazu, das zu tun, was es nicht will, sein Mensch aber als ungeheuer wichtig empfindet? Klar versuchten wir es anfänglich auch mit Tricks, aber Kröti war eben immer wendiger als wir und mit allen anderen zu kuscheln und sie wegzuschicken, um sie eifersüchtig zu machen, funktionierte schon im Ansatz nicht, denn wie wir bereits wissen, legt Kröti gar keinen gesteigerten Wert darauf, dass man sie anfasst und ihr Fohlenfellchen krabbelt, sondern ist heilfroh, wenn man ihr nicht mit irgendwelchen Aufdringlichkeiten zu nahe kommt.

Das vordringliche Problem, welches es also heute zu lösen galt, war nicht zu entscheiden, ob wir sie nach Hause holen und wie wir ihre Verletzungen am Besten behandeln könnten, sondern, wie wir sie auf einer sechs Hektar großen Weide eingefangen bekommen, um die Wunden überhaupt mal näher in Augenschein nehmen zu können.

Ob Micha uns einen Gefallen tat, als er heute früh, als er das Grand Malheur sah, sofort zum Auto sprintete, in dessen Kofferraum, seit die Pferde auf der Wiese stehen, immer ein Halfter und eine Dose Aluspray für alle Eventualitäten bereit liegen und damit versuchte, unser verletztes Fohlen einzusprühen? Wohl eher nicht, denn als sie vom zischenden Aerosol erschreckt und von silberfarbenem Nebel eingehüllt wurde, kündigte eine schwer entsetzte und sich mächtig über soviel menschliche Dreistigkeit echauffierende Kröti Micha gleich die Freundschaft auf und mir warf sie, als ich zur Verstärkung auf der Weide eintraf, auch ausschließlich nur misstrauische Blicke zu – nein, Kröti rauchte eindeutig keinen Guten mehr mit uns. Jeder Versuch, auch nur annähernd mit ihr in Kontakt zu treten, scheiterte schon im Ansatz, denn wenn ich bislang noch zu den privilegierten Menschen gehört hatte, denen sie hoheitsvoll gestattete, sie zu berühren oder wenn sie einen guten Tag hatte, sie sogar zu streicheln und ihre Ohren anzufassen, war ich nun ebenfalls in Ungnade gefallen, weil ich ganz offensichtlich mit Micha gemeinsame Sache gegen sie zu machen vorhatte.

Um möglichst gar keine Hoffnungen bei uns keimen zu lassen, dass sie sich kooperationsbereit zeigen würde, nachdem Micha sie mit Aluspray versucht hatte einzufärben, verkrümelte sie sich, kaum dass sie uns in der Ferne entdeckte, sofort mitten unters Volk, wo es natürlich fast nicht möglich war, sie einzufangen. Dass Micha beim gefühlten 1000. Versuch seufzte: „Warum konnte es nicht Bambi oder eine der anderen Stuten sein, die sich verletzten – die wären dankbar für jede Sonderbehandlung gewesen“, verstand ich nur zu gut, denn während Kröti sich mit missmutigem Gesicht und sichtbar zur Schau getragener schlechter Laune immer genau bemühte, zwei Schritte Abstand zu uns zu halten, damit wir sie ja nicht greifen konnten, bedrängten uns sämtliche anderen Pferde und es schien, als wollten sie sagen: „Was rennst Du hinter der albernen Kröti her? Nimm doch uns, wir kommen gerne und mögen Fellchen krabbeln.“ Klar, bei ihnen würde die Ignoranzübung wohl innerhalb einer Minute zum Erfolg führen, denn nichts ist für die Damen schlimmer, als die Zurückweisung ihrer Menschen, aber das nutzte uns nun leider nicht so arg viel, denn durch dieses Gewusel von Pferdeleibern, -nasen und –lippen um uns herum, schnitten sie uns immer wieder den Weg zu Kröti ab.

Vor allem Hibiska, die sonst ja ein wirklicher Fan des Stutfohlens ist und auch dicke Suppe mit der Mama löffelt, schien den Zweck dieser Übung nun vollkommen falsch zu verstehen, denn anstatt dafür zu sorgen, dass der Abstand zwischen mir und Kröti geringer wird, trieb sie sie nun ständig von mir weg … Freundschaft ist offensichtlich eben auch bei Pferden ein Begriff mit sehr vager und flexibel dehnbarer Definition und hört wie bei den Menschen auch da auf, wo das Teilen beginnt. Bislang hatte ich bei Hibiska nie einen egoistischen Charakterzug erkennen können – sie war für mich eigentlich eher die Mutter Theresa dieser kleinen Stutenherde, die aus der eigenen ehemaligen Erfahrung, derbe abgelehnt zu werden, jedem freundlich ihre Zuneigung anzubieten bereit zu sein schein und die Rolle des narzisstischen Egozentrikers spielte doch eigentlich nur Cora mit Bravour, doch ganz offenbar täuschte ich mich in meiner sonst so gleichmütigen und netten Rappstute, denn jetzt wo Hibiska die Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Menschenmama teilen sollte, hörte für sie der Spaß abrupt auf.

Wie konnte sie mich nur so an der Nase herumführen und mir mit ihrer Anhänglichkeit, mit der sie kadavergehorsam alles tut, was ich von ihr verlange, den Eindruck in mir erwecken, dass ihre respektvolle Liebe sich automatisch auf alles erstreckt, was ihr ansonsten nahe steht? Dass sie keine Eifersucht kennt und weiterhin Gott ergeben dankbar die Krumen annimmt, die man ihr abgibt, ohne welche nachzufordern? Hatte ich mich wirklich so in ihr getäuscht, in dem Pferd, das mir in seiner fast schon hündischen Ergebenheit wie von einem unsichtbaren Band gezogen überall hin folgt nur damit ich sie beachte und nicht erkannt, dass auch sie schlussendlich nur um meine Liebe buhlt und ihre Nettigkeit allen anderen Pferden gegenüber da endet, wo sie fürchten muss, dass ein anderer an ihrer Stelle in die Favoritenrolle aufrückt und den Platz in meinem Herzen einnimmt, den sie so nachdrücklich eroberte?

Natürlich fühlte ich mich einerseits sehr geschmeichelt, als mir bewusst wurde, dass Hibiska das Fohlen verjagte, weil sie keine Konkurrenz um meine Zuneigung in ihrer Nähe duldet, und aus ihrem Schafspelz zu schlüpfen bereit war, um wie ein Wolf zu kämpfen, nur um ihren Platz ganz nah bei mir zu verteidigen und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht auch ein bisschen stolz bin, dass Hibiska mich zu ihrer besten Menschenfreundin auserkor und selbstverständlich freue ich mich, denn wahre Liebe erfüllt das Herz doch nur mit Freude, wenn sie auch erwidert wird und trotzdem, so sehr ich Hibiskas Nähe sonst schätze, so sehr wünschte ich mir heute, dass sie aufhören würde mir so sehr mit ihren bittenden Augen auf die Pelle zu rücken, nur damit ich sie streichle und ihr sage, dass natürlich nur sie mein auserwähltes Reitpferd werden wird … das kann man mir nun glauben oder nicht: Hibiska klebt seit dem Tag wie Pattex an mir, seit ich ihr versprach, dass sie eines Tages mein Dressurpferd werden darf und damit in eine von mit bevorzugte Position rutscht.

Aber gerade jetzt, wo ich ihren Riesenschädel ausnahmsweise mal weit weg von meiner Schulter wünschte, pochte sie auf ihre Pole-Position, die sie heimlich bei mir inne hat und erklärte Kröti vorerst den Krieg.

Wäre Micha nicht eingefallen, dass sich weiter oben am Rand der Weide ein kleines, von der Wiese abgetrenntes und sicher umzäuntes Minipaddock befindet, dass bislang wohl dazu benutzt wurde die Kühe für Behandlungen zu separieren – wir stünden jetzt noch inmitten unserer Stuten und würden uns über Krötis Sturheit ärgern, aber so halfterten wir fluchs die im Gegensatz zu ihrer Tochter superartige und sich stets zum Gehorsam gegenüber den netten Menschen verpflichtet fühlende Mahé auf und marschierten in der Hoffnung los, dass Kröti ihrer Mutter folgt. Nun gut, selbstverständlich läuft ein Fohlen wie unsere Ménage à trois nicht einfach hinter der Mama her, nur weil die Menschen sie wegführen, schließlich hat sie ja Charakter und ist selbstbewusst genug, nicht nachzugeben, nur weil die Mutter so ein Schaf ist, aber als die gesamte Herde hinter uns herlief, folgte uns auch Kröti notgedrungen, denn die Entscheidung, ob sie lieber den längeren Atem behält und sich keinesfalls oder wenn überhaupt nur über ihren Kadaver unserem Wunsch beugt, sich anfassen zu lassen, oder ob sie lieber ganz allein zurückbleibt, nur um ihre Sturheit zu demonstrieren, fiel sehr schnell zu Gunsten des Herdentriebs aus – wo alle sind, da will sie eben auch hin, auch wenn man dafür Kompromisse im Bezug auf die Menschen eingehen muss.

Mahé in das Fangpaddock zu führen, war kein Problem und der Apfel, den ich ihr dafür anbot, versüßte ihr die Sache zusätzlich, leider schmatzte sie aber so laut, dass nicht Kröti ihr hinein folgte, sondern acht Stuten erkannten: Da drin gibt’s was zu essen! Man kann sich also ausmalen, wie wir uns nun bemühen mussten, die nicht gewünschten Pferde nach draußen und das benötigte Fohlen nach drin zu bugsieren. Vor allem Hibiska, die Königin, Bambi und Marzipan straften uns mit vernichtenden Blicken, als wir sie wieder hinaus scheuchten und in ihren Augen lasen wir das Wort: Verräter!

Doch leider blieb uns keine Zeit für Entschuldigungen, denn nun mussten wir versuchen, Kröti einzufangen, die sich aber immer so geschickt hinter der Mama versteckte, dass kaum dass wir sie glaubten greifen zu können, wieder Mahés riesiger Leib zwischen uns und ihr stand, quasi als lebendes Hindernis.

Mit dem letzten Todesmut, welcher wohl meiner Verzweiflung entsprang, griff ich nach dem nächstbesten Teil unseres Fohlens, das mir erreichbar schien und das war ihr Schweif.

Ich möchte diese Attacke wirklich keinem raten, dem seine Vorderzähne wertvoll sind und der nicht ihren Verlust beklagen mochte, denn auch kleine Fohlenhufe können verheerenden Schaden dort anrichten, wo sie treffen, aber nach einer Stunde „Fohlenfangis“ denkt man nicht mehr an die Gefahr, sondern will nur noch das selbst gesteckte Ziel erreichen. Während ich also am Schweif von Kröti hing und sie auszubremsen versuchte, sprang Micha ihr geistesgegenwärtig an den Hals. Das Handicap zweier erwachsener und nicht gerader schlanker Menschen mit sich zu schleppen, das war selbst für die sich energisch zur Wehr setzenden Kröti zu viel Ballast und so blieb sie tatsächlich stehen und ergab sich ihrem Schicksal.

Allerdings tat sie mir schon wieder leid, wie sie da stand und sichtbar litt – einerseits unter der Schmach, überwältigt worden zu sein und den Kampf verloren zu haben, andererseits unter den Schmerzen, derer sie sich wohl erst jetzt bewusst wurde, denn kaum dass ich die Mischung aus verdünnter Arnica- und Calendulatinktur in und über die Wunden gespritzt hatte, begannen ihre Vorderbeinchen wie Espenlaub zu zittern und aus unserer so selbstbewussten Kröte wurde ein echtes Kuschelkind, das seine Fohlennase an meine Schulter drückte, als fände sie so Trost und Linderung und obwohl Micha sie nur noch locker festhielt, blieb sie brav stehen und ließ sich ohne Gegenwehr helfen. Selbstverständlich haben wir sie sehr bedauert und das sonst eher unzugängliche und freche Krötenmädchen schien es nun sogar zu genießen, dass sie von allen anderen, die draußen vor dem Zaun mit schmachtenden Blicken warten mussten, um die Sonderbehandlung beneidet wurde.

Jedenfalls zitterte sie nicht mehr und zuckte nicht mal, als ich die Hautlappen hochhob, um alles Gewebe sauber auszuspülen und mit Desinfektionsmittel zu betupfen und dass ich Heilerde über Brust und Beine großzügig verteilte, fand sie ausgesprochen lustig, denn sie schnupperte interessiert an ihrer eingekleisterten Vorderfront und gab mir dann mit ihrem lehmverschmierten Schnütchen zahlreiche feuchte Küsschen ins Gesicht.

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Sie blieb sogar stehen und ließ sich kuscheln, als Micha ihr längst das Halfter abgenommen hatte und wenn es dafür gut gewesen sein soll, dass unser Krötchen endlich begreift, dass wir ihr wirklich nur Gutes tun wollen und sie uns vertrauen darf, dann bleibt mir wohl nur Gott zu danken, dass er trotzdem so gut auf sie aufpasste, denn mein Schreck war sogar im Nachhinein noch groß, als ich sah, dass da auch ein Kratzer knapp unter dem Auge zu finden ist … nicht auszudenken, wenn der sich etwas höher verewigt hätte oder anstatt der Brust die Beine verletzt worden wären.

Vorhin sind wir noch einmal zu ihr gefahren. Irgendwie begleitete uns auf der Fahrt das maue Gefühl, dass sie sich nun vielleicht endgültig entschieden hat, die Menschen für Feinde zu halten und sich wahrscheinlich überdies nie mehr einfangen lassen wird, ja vielleicht, dass sie sogar diesmal gegen mich auskeilt, nachdem wir ihr auch noch eine schmerzhafte Behandlung angetan hatten oder sich nicht mehr überreden lässt, in das Minipaddock zu gehen, wo sie weniger Chancen hat, vor unserem Zugriff auszuweichen. Micha sprach aus, was ich auch ein wenig befürchtete: „Was machen wir wenn ihr Frühwarnsystem für heranziehende Gefahr sie nun vor dem Eingang des Minipaddocks streiken lässt und wir sie nicht einfangen können, um sie zu behandeln?“ Ich schluckte tapfer meine bereits auf der Zunge liegende Antwort herunter, die in die Richtung gegangen wäre, dass uns dann vermutlich nichts anderes übrig bleiben würde, als sie auf irgend eine Art und Weise nach Hause zu holen und ermahnte mich selbst, nun positiv zu denken … außerdem: War sie nicht stehen geblieben, obwohl Micha sie gar nicht mehr festhielt? Also! Warum sollte sie dann jetzt plötzlich wieder zur Gegenwehr aufrüsten?

Ich antwortete ihm also, dass sie ein kluges Pferdchen ist und weiß, dass wir ihr helfen wollen und folglich wird sie sich nun auch helfen lassen und als wüsste sie nun Bescheid, marschierte sie, kaum dass sie uns sah zu uns und ließ sich anfassen. Allerdings schien es mir dann doch ein wenig gefährlich das Fohlen inmitten der eifersüchtigen Weiber zu verpflastern, die sich alle um uns drängten und natürlich auch ein wenig bedauert werden wollten, obwohl ihnen gar nichts fehlte und darum nahmen wir Ménage à trois mit in das Minipaddock, in das sie uns auch brav folgte.Diesmal duldete sie mit stoischer Gelassenheit vom ersten Handgriff an das Gefummel und Geschmiere um und auf ihren Wunden herum, ohne zu zittern und sichtlich interessiert an dem, was da mit ihr passiert … vielleicht sind die Kinder und Kindeskinder und vermutlich auch die Urenkel des Marduc tatsächlich etwas misstrauischer und ganz sicher nicht immer everybodys darling, aber ich weiß nun wieder einmal, dass wenn man sie überzeugen kann, sie immer auf der richtigen Seite stehen und dann sogar echte Verlasspferde sind, denn ich weiß nicht, ob sich ein anderes Fohlen so artig und ohne Gezicke hätte behandeln lassen wie unsere Kröti, aber ich verzichte auch gerne darauf das herauszufinden.

Der große Stein der sorgenvollen Angst um mein Pferdekind, der noch immer beengend auf meiner Brust lag, fiel jedoch erst mit lautem Gepolter herunter, als ich mich persönlich noch davon überzeugen konnte, dass Ménage à trois in der Bewegung trotz ihrer Blessuren nicht beeinträchtigt ist, denn natürlich folgte uns auf dem Rückweg die ziemlich verschnupfte Damenriege mit vorwurfsvollen Blicken bis zum Weidetor – sie lassen offenbar keine Gelegenheit aus, um mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Hibiska stieg mir dabei fast in die Hacken und der Rest marschierte geschlossen hinterher … bis auf Zauberglück, den Prinzen, Mahé und Kröti.

Mir wurde schon wieder ganz schlecht, denn vor meinem geistigen Auge sah ich schon das schwer hinkende Fohlen, zurückbleibend und bewacht von der roten Tante, der Mama und dem Halbbrüderchen.

Zwar war sie mir nicht lahm vorgekommen, aber trotzdem war mir nun flau im Magen, bis ich Zauberglück von ganz hinten heranpreschen sah. Dann wieder nichts, bis auf ein verzweifeltes Wiehern … es würde doch nicht Kröti gewesen sein, die nicht mithalten kann? Aber es war der Prinz – wie immer hatte unser Drömelhengstchen den Anschluss an Mama verpasst und hinter ihm her galoppierte Mahé und dann, hell jubelnd das Stimmchen in unsere Richtung schickend: Kröti!

Da wusste ich, dass ich die Herde getrost auf der Weide lassen kann und keinen von ihnen nach Hause holen muss, damit wir Krötis Genesung voranbringen können, denn wo könnte man schneller und besser gesund werden, als da wo man sich wohlfühlt?

So, nun die Bilder vom heutigen Tag, damit man sich besser vorstellen kann, wie das Minipaddock aussieht …

und dass Bambi natürlich hineinschaut, damit sie nicht vergessen wird zu betüdddeln, versteht sich fast von selbst

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So sieht ein sehr, sehr leidendes Krötchen aus – gar nicht frech und selbstbewusst, sondern eher trosthedürftig … und rothaarig

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Ob die Menschenmama das wohl richtig macht? – ein Glück passt die Pferdemama auch mit auf

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und so sieht Krötis Brust nun am 2. Tag aus. Zwar verdeckt die Heilerde das Schlimmste, aber rechts sieht man andeutungsweise den Hautlappen, den sie sich aus der Brust gefetzt hat und das rosarot/ lilafarbige ist der Rest vom Aloe Vera-Blauspray, das ich morgens um acht schon draufsprühte, denn derzeit versorge ich die Wunde zweimal täglich – morgens und nachmittags

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… und so sieht das Ganze frisch lila eingefärbt aus … und Kröti, wenn sie zum Herzerweichen guckt

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Ich dachte ja immer, dass nur Bambi solche Zauberaugen hat, aber Kröti – bei dem Bild muss ich ja eigentlich Ménage à trois sagen, weil sie gar nicht  wie eine freche Kröte aussieht – schaut einem mitten ins Herz

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… und so tüddle ich dann also zweimal täglich um sie herum und das versorgen der Wunde ging heute ohne Halfter und ohne festhalten

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Möhren und Äpfel straft sie mit Verachtung, obwohl ich nicht locker lasse und sie ihr immer wieder anbiete, aber zum Schluss war dann mein Tupperschüsselchen mit den Möhren- und Apfelstückchen trotzdem leer, denn Mahé und Co. waren gar nicht böse, dass Kröti den Nachmittagssnack verschmähte

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… und dann wird gekuschelt …

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… und gekuschelt, während Mama die Möhrenstückchen entdeckt hat und sie rasch einatmet

Heilen

Montag, der 21. September 2009

Heute wurde ich das Gefühl nicht los, dass sich das Krötchen in ihrem Minipaddock wie Graf Koks von der Gasanstalt fühlt, denn sie trabte munter hinein, schaute Micha an, als wollte sie sagen: „Nun los, mach die Tür zu, wir wollen doch jetzt allein und ungestört von all den anderen sein, oder?“ Daraus schließe ich zumindest, dass sie die Sonderbehandlung genießt, denn ohne einen Vorteil darin zu sehen und nur mir zum Gefallen, ginge die ganz sicher nicht in ihr Separée.

Nun sieht die Wunde natürlich nach wie vor ziemlich gruselig aus und dass die Unkenrufe nicht verstummen wollen, die behaupten, dass Kröti vermutlich einen bleibenden Schaden oder zumindest hässliche Narben von dieser Verletzung zurückbehalten wird, verstummen derzeit nicht. Trotzdem mahne ich mich, zuversichtlich zu bleiben und meine Überzeugung auch weiterhin zu nähren, dass das Krötchen keine sichtbaren Erinnerungen von diesem Unfall zurückbehalten wird, denn darin liegt unsere Heilungschance ganz maßgeblich. Natürlich habe ich in den letzten Jahren auch viele Naturheilwege kennen und schätzen gelernt und wende sie darum regelmäßig mit einer gewissen Sicherheit des Heilerfolges an und weil ich weiß, dass alles was ich verwendete half, wird diese Sicherheit gestärkt und die Heilung funktioniert, denn ich lenke meine Gedanken in die freudenvolle Gewissheit, dass das Pferd schnell gesund wird und versuche gar keine angst- oder sorgenvollen Gedanken in mir zuzulassen.

Man könnte es vielleicht darum auch den Care- und den Placeboeffekt nennen, denn dass sich das Krötchen so umsorgt und betüddelt sehr wohl fühlte und der seelische Trost auch ihre körperlichen Schmerzen linderte, glaube ich bestimmt und dass die Heilerde (Mineralpaste), die Arnika-Tinktur, die Calendula Urtinktur und die Globuli eine wichtige Unterstützung sind, die aber ihre Heilkraft vor allem darum entwickeln konnten, weil ich absolut überzeugt war, dass sie Kröti helfen werden, da bin ich mir sogar sicher denn helfen kann nur, woran man glaubt, denn…

Heilen bedeutet, die Gedanken in die Freude zu lenken …

…das klingt sehr esoterisch, hat sich aber bei uns bewährt, denn denkt man allein an Mahé, die sechs Jahre lang nicht tragend wurde, und die bei uns nach einer Besamung, vor der ich nicht mal den Tierarzt zur Follikelkontrolle holte, sondern nur nach Bauchgefühl den Samen inseminierte, sofort aufnahm, dann merkt man, dass der Glaube wirklich nicht nur Berge versetzt, sondern auch Stuten schwanger macht.

Ich bin ja auch überzeugt, dass man Pferde krank kucken kann – warum sollte man sie dann nicht auch gesund kucken können?

Momentan spüle ich die Wunden mit verdünnter Calendula extern und Arnicatinktur und dabei gebe ich auch zu, rutschte mir das Herz zuerst auch in die Hose, denn wenn man seine Faust in der Brust und im Oberschenkel seines Fohlens verschwinden sieht, wenn man die Verletzungen spült, dann fällt das positive Denken nicht ganz so leicht. Zur Desinfektion verwende ich Aloe-Vera-Blausspray, das ich auch tief in die Wundtasche sprühte, denn es brennt nicht … das versicherte man mir zumindest glaubhaft und nachdem Kröti sich gegen die Behandlung nicht wehrte, gehe ich davon aus, dass ich ihr dabei keine zusätzlichen Schmerzen zufügte. Hingegen nehme ich an, dass die Heilerde vielleicht ein bisschen unangenehm kribbelte, aber ich verwende das Superphlog von Chevaline, denn das durchblutet gut und regt damit das Zellwachstum an, wobei es gleichzeitig auch abschwellend wirk. Wichtig ist mir aber bei all den positiven Effekten vor allem auch der, dass die Heilerde die Wunde abdeckt und so die Fliegen keine Eier hineinlegen können. Zusätzlich gibt es Arnika D4 (am ersten Tag auch die Rescue-Tropfen von Dr. Edward Bach und einmalig Arnika D200), aber ich kann es nicht oft genug betonen, dass es wirklich das Wichtigste ist, dass derjenige, der das Pferd behandelt, das nicht sorgenvoll tut und vielleicht sogar denkt: „… und wenn das dann doch nicht funktioniert?“, sondern sich freut über jeden noch so kleinen Heilerfolg und fest daran glaubt, dass die Wunde rasch und folgenfrei verheilen wird

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Acht Tage später – am 29. September 2009

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weitere sechs Tage später – am 5. Oktober 2009

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weitere vier Tage später – am 9. Oktober 2009

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Bislang ist die Heilung wirklich sehr gut verlaufen und dank Krötis Kooperationsbereitschaft heilt die Wunde von innen nach außen, denn hätte sie es sich nicht ohne Gegenwehr gefallen lassen, dass ich die Krusten immer wieder öffnete, um sie zu spülen, wäre das Risiko groß gewesen, dass sich die Wunde äußerlich schließt und sich im inneren Hohlraum ein Eiterherd bildet. Die Gefahr ist nun gebannt, dafür musste ich mir nun überlegen, wie ich es verhindern kann, dass sich bei der Granulation wildes Fleisch bildet. Bei meiner Suche fand ich in meinen Vorräten noch eine Flasche Wundbalsam von Planta Vet und ich finde, dass es eine sehr gute Wirkung zeigt. Die Wunde bleibt trocken, aber gleichzeitig elastisch, denn Creme möchte ich schon aus dem Grund nicht verwenden, weil sie die Wunde zu feucht werden lässt, und sich die Schicht mit Sand und Schmutz verbinden könnte, wenn Kröti sich hinlegt, was die Gefahr einer Infektion wieder erhöht.

Acht Wochen nach dem Unfall – am 15. November 2009

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Das Fell ist nachgewachsen und nichts – außer dass die Haare an den Stellen, wo die Wunden sich befanden, etwas kürzer und dunkler ist – erinnert mehr an Krötis schlimmen Unfall, Ob sich Narben zeigen, werden wir aber erst wissen, wenn sie im Frühjahr das Winterfell verliert und sich das Seidenfell offenbart, ob wir noch einmal ein kleines Wunder schaffen durften.

Eure  Sabine Bröckel – Tierheilpraktikerin

Hinweis

Dieser Text beruht auf eigenen Erfahrungen und Fachliteratur. Ein Heil- oder sonstiges Versprechen ist daraus nicht abzuleiten.

Für die korrekte Anwendung, Dosierung und Fütterung kann ich keine Haftung übernehmen. Jeder Tierhalter ist für seine Tiere, jede Tierhalterin für ihre Tiere, selbst verantwortlich. Stets sollte der Tierarzt/Tierärztin oder Tierheilpraktiker/in Eures Vertrauens bei einer Ernährungsumstellung zu Rate gezogen werden, denn jedes Tier verhält sich anders und reagiert möglicherweise unterschiedlich auf bestimmte Inhaltstoffe.

© Copyright Sabine Bröckel / Tierheilpraktikerin, Autorin und Besamungswartin