Kräuter für Hunde gegen Zecken – der gesunde Schutz gegen Blutsauger!

 

Zeckenschutz soll die Gesundheit schützen


Zeckenschutz ist Gesundheitsschutz, denn – abhängig von Zeckenart und Herkunft der Zecke – kann sie den Hund mit einem Biss mit Borreliose, aber auch mit Babesiose und Anaplasmose infizieren. Bei Hunden mit sehr schwachem Immunsystem kann ein Zeckenbiss sogar der Auslöser für die beim Hund sehr selten vorkommende Frühsommer- Meningitis (FSME) sein.

In Süd- und Osteuropa ist für Hunde das Risiko groß, sich über die dort heimische Braune Hundezecke mit Ehrlichiose infizieren. Allerdings wird diese Zeckenart immer häufiger auch nördlichen Gefilden gesichtet, wobei die Braune Hundezecke hier noch eher selten dem Ehrlichiose-Erreger infiziert ist.

In Deutschland ist es meist der Gemeine Holzbock oder aber die Auwaldzecke, die dererlei Krankheiten übertragen, die durchaus chronisch werden können, das Immun- und Nervensystem des Hundes dauerhaft schädigen und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Nachdem die Behandlung meist langwierig und mit starken Nebenwirkungen verbunden ist und trotzdem meist keine Heilung, sondern ledigleich eine Linderung der Symptome erreicht, ist ein wirksamer Zeckenschutz das beste Mittel, um Tiere vor solchen Krankheiten zu schützen.

 

Die Gefahr in der Pipette


Allerdings darf oder muss man sich fragen, ob man wirklich zu den, von der Schulmedizin empfohlenen Pestiziden im Kampf gegen Zecken greifen sollte, denn Mittel wie z. B. Preventic, Ex-Spot, Advantix und Frontline enthalten Nervengifte wie Permethrin, Imidacloprid, Moxidectin oder eine Kombination aus zweien dieser Chemikalien, die sich mit der Lipidschicht der Haut verbinden und zum Teil sogar durch die Haut in den Körper und ins Blut des Tieres gelangen.

Immer wieder werden in den Wochen nach dem Auftragen dieser Nervengifte Symptome beim Hund festgestellt, wie

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schuppige Haut und stumpfes Fell
  • Juckreiz bis hin zu extremen Entzündungsreaktionen und Ekzemen der Haut
  • neurologische Symptome wie Zittern oder Lethargie treten zwar selten auf, kommen aber ebenfalls vor

Und das sind nur die akuten Symptome die meist eindeutig auf die Insektengifte zurück zu führen sind, wohingegen langfristig vermutlich gesundheitliche Probleme entstehen könnten, bei denen eine Überlastung der Entgiftungsorgane und eine Schädigung des Verdauungstraktes noch zu den harmloseren gehören.

 

… im Scalibor-Halsband


Auch das durchaus sehr wirksame und bei Hundehaltern sehr beliebte Scalibor-Halsband gehört leider zu den Zeckenabwehrmitteln, die mit einer giftigen Substanz versehen wurden – hier handelt es sich um Deltamethrin, das nicht nur Zecken, sondern auch Sandmücken, welche die Mittelmeerkrankheit Leishmaniose übertragen können, wirksam bekämpft.

Der Hund, der ein solches Halsband trägt, wird aber permanent mit toxischen Substanzen vergiftet – bei den Spot-ons wird sogar dazu geraten, die Behandlung alle vier Wochen zu wiederholen, womit die Hunde auch in relativ kurzer Zeit immer wieder mit Nervengift beträufelt wird.

Gewiss sind Borreliose und andere Krankheiten, die von Zecken übertragen werden, das größere Übel, als die Nebenwirkungen dieser giftigen Zeckenmittel.

Aber das Problem bei der Anwendung von giftigen Insektenschutzmitteln am Hund ist, dass ihm nicht nur gesundheitlicher Schaden zugefügt wird (den man damit eigentlich abhalten will), sondern die Zecken inzwischen Resistenzen gegen viele der Mittel entwickelt haben und damit auch behandelte Hunde befallen, ohne dabei Schaden zu nehmen.

 

… und in der Kautablette


So forscht die Pharmazie nach Alternativen und brachte Kautabletten unter dem Namen Bravecto auf den Markt, deren Gift die Zecken innerhalb von 12 Stunden töten soll. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Zecke den Hund beissen muss, um zu sterben und die Tabletten in zeitnahen Intervallen verabreicht werden müssen, weil sonst die zeckentötende Wirkung erst nach 14 Stunden eintritt – einer Zeit, in der sie die gefährlichen Borrelien längst in den Hund abgegeben hat, denn die Borrelien werden in der Regel nach acht bis 24 Stunden nach dem Einstich der Zecke auf den Hund übertragen. Man muss kein guter Kopfrechner sein, um festzustellen, dass hier das Risiko von 4 bis 6 Stunden bleibt, in denen die Zecke ihre Borellien in den Hund abgeben konnte, bevor sie nach 12 bis 14 Stunden stirbt.

 

Dazu kommen Nebenwirkungen wie

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Lethargie
  • starker Durst
  • vermehrter Speichelfluss
  • Appetitlosigkeit
  • stärkere Gasbildung im Magen oder Darm

Und das sind nur die Symptome, die akut auftreten können – wie sich die Tabletten bei regelmäßiger Gabe auf den Hund auswirken, wagen selbst Tierärzte nicht abzuschätzen und betrachten das Mittel vielfach mit großer Skepsis.

 

Impfung – die sinnlose Spritze


Ebenso ungern raten viele Tierärzte zur Borreliose-Impung, denn nur einer der beiden Borreliose-Impfstoffe zielt auf die tatsächlich krankmachende Borrelienart ab, während der andere auf Arten wirkt, die gar nicht infektiös sind. Dazu kommt, dass die Impfung bei bereits infizierten Hunden schwere Nierenentzündungen hervorrufen kann und trotz der Impfung geraten wird, eines der üblichen Antizeckenmittel zu verwenden, weil die Impfung nicht vor Zeckenbissen schützt. Da fragt man sich, wozu man seinen Hund dann mit einem solchen Impfstoff belasten soll – zumal man nie sicher sein kann, ob er nicht bereits mit Borrelien infiziert wurde und damit zur Risikogruppe gehört, welche durch die Impfung schwer krank werden kann.

 

Natur als Zeckenschreck


Wir wollen die Gefahr, die von Zecken ausgeht, auch keinesfalls schmälern, aber solange es natürliche und überdies sehr wirksame pflanzliche Mittel gibt, die dem damit behandelten Tier einen Zusatz an gesundheitsfördernden Substanzen geben und es gesund halten, anstatt es mit Nervengift krank zu machen, muss sich der verantwortungsvolle Tierbesitzer die Frage stellen, ob es nicht doch sinnvoll ist, erst mal auf die gesunden Wirkstoffe der Natur zu setzen, bevor er sein Tier mit der besten Absicht, es vor Borreliose zu schützen, vergiftet.

 

  • Cistrosenkraut/ Zistrosenkraut (Cistus incanus)

Die immunsystemstärkende Wirkung von Cistrosenkraut ist schon vor Jahrtausenden bekannt gewesen, aber dass Cistrosenkraut auch gegen Zecken schützt, wurde in einer Studie mit 48 Hunden bewiesen. Das Team der HeilsamPraxisEsch in Sankt Augustin kam bei dieser Studie zum Ergebnis, dass Hunde, die täglich Zistrosenkraut gefüttert bekommen vor Zeckenbissen besser geschützt sind, als Hunde die mit Frontline behandelt wurden.

Zistrose

An der Studie teil, nahmen

  • zwei Jäger mit vier Hunden
    • zwei Züchter mit sechs Hunden
    • ein Hundetrainer mit zwei eigenen und fünf Trainingshunden
    • 16 private Hundebesitzer mit 31 Hunden

Von diesen 48 Hunden erhielten:

  • 32 Hunde Zistrose
  • zehn Hunde Frontline
  • sechs Hunde keine Behandlung gegen Zecken

Die Dosierung betrug ein Kapsel Cistusextrakt pro Tag über durchschnittlich 20 Tage hinweg.

Das Ergebnis der Studie zeigte, dass der Zeckenbefall

  • bei den unbehandelten Hunden in 20 Tagen bei jeweils durchschnittlich 150 Zecken lag (mindestens 100, im höchsten Fall 200 Zecken)
  • bei den mit Frontline behandelten Hunde zwar merklich zurückging, aber trotzdem keiner der zehn, mit Frontline behandelten Hunde zeckenfrei war
  • bei den Hunden, die Cistusextrakt in Kapselform gefüttert bekamen, pro Hund in 20 Tagen auf keine, bis höchstens zwei Zecken zurückging, die den Hunden meist nur locker im Fell hingen und sich gar nicht erst in die Haut bohrten oder sich sehr leicht entfernen ließen

Damit war Cistus der Wirkung von Frontline weit überlegen, wobei sich die ersten Wirkerfolge der Cistus-Gaben nach fünf Tagen zeigten und nach weiteren fünf Tagen wurde kein mit Cistus behandelter Hund mehr von Zecken befallen.

 

  • Schwarzkümmelsamen und Schwarzkümmelöl

Schon lange ist bekannt, dass Schwarzkümmelsamen das Immunsystem stärkt und in der Heimat des Schwarzkümmels, in Ägypten, wird sogar behauptet, dass Schwarzkümmel alle gesundheitlichen Probleme heilen kann – ausgenommen den Tod. Das alleine ware bereits ein Grund, Hunde- und Pferdehaltern das Füttern ihrer Tiere mit Schwarzkümmelsamen zu empfehlen. Im Bezug auf den Befall von Tieren mit Hautparasiten wie Zecken, Flöhen und Milben kann jedoch auch immer wieder festgestellt werden, dass die mit Schwarzkümmelgefütterten Tiere nicht nur über bessere Abwehrkräfte verfügen, sondern sie überdies von Hautparasiten gemieden werden. Der Grund dafür ist, dass sich durch die tägliche Gabe von Schwarzkümmel der Eigengeruch des Tieres ändert – es dünstet den typischen Schwarzkümmelduft aus und der lässt Hautparasiten Abstand halten

 

  • Bierhefe

Bierhefe verbessert aufgrund seinem Reichtum an B-Vitaminen die Gesundheit der Haut, stärkt den Hautschutzmantel und sorgt für ein dichtes, gesundes und glänzendes Fell. Das alleine zeichnet Bierhefe bereits zur Unterstützung bei der Zeckenabwehr aus. Dazu kommt aber, dass auch Bierhefe den Eigengeruch der damit gefütterten Tiere so verändert, dass Zecken und andere Hautparasiten Abstand halten.

Kräutermischungen oder reines Cistrosenkraut gegen Zecken?


Die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, jeweils eine Einzelkomponente, statt einer Kräutermischung zu füttern, um einen effektiven Zeckenschutz zu erhalten, wollen wir wie folgt beantworten: Im Grundsatz hält auch das Füttern von Cistrosenkraut Zecken fern und wer seinem Hund oder Pferd täglich Schwarzkümmelsamen oder Schwarzkümmelöl füttert oder seine Tiere (außer Katzen) mit Schwarzkümmelöl einreibt, wird ebenfalls feststellen, dass sein Tier von Zecken und anderen Hautparasiten gemieden wird. Allerdings sind es vor allem immunschwache und hautproblematische Tiere, an deren Blut sich Zecke & Co. mit Vorliebe laben.

Aus diesem Grund testen wir bei unseren Hunden die dreifache Wirkkraft der besten natürlichen Zeckenabwehrmittel, um nicht nur die Zecken abzuhalten, sondern auch das Immunsystem zu stärken und die Hautgesundheit zu unterstützen. Überdies wirken Cistrose und Schwarzkümmel gegen Bakterien – wozu auch die Borreliose auslösenden Borrelien gehören. Ein gestärktes Immunsystem kann auch sie bekämpfen, bevor sie krank machen.

 

Eure  Sabine Bröckel – Tierheilpraktikerin

Hinweis


Dieser Text beruht auf eigenen Erfahrungen und Fachliteratur. Ein Heil- oder sonstiges Versprechen ist daraus nicht abzuleiten.