Magen- und Hautprobleme sicher ange-Lein-t! Leinsamen

Liebe Kräuter- und Tierfreunde,

Frisch gepresst!

Das wurde unser Leinöl in der vergangenen Woche und weil uns die hohe Qualität von Naturland restlos überzeugt hat, haben wir unser bisheriges Leinöl aus dem Sortiment genommen, nachdem es leider sehr rasch einen unangenehm bitteren Geschmack entwickelte und gleich etwas mehr von diesem

  • mühlenfrisch
  • kaltgepressten
  • rückstandskontrollierten
  • kontrolliert biologisch

angebauten Leinsamenprodukt mit dem mild-nussigen Geschmack geordert, um es Euch für Eure Tiere zu einem besonders günstigen Preis anbieten zu können.

Leinöl hat sich in der Fütterung von Pferden, Hunden, Katzen und Nagern vor allem aufgrund seiner positiven Wirkung auf den Verdauungsapparat sowie Haut und Fell bewährt und darum haben wir mit unserem Leinöl Haut- Fell- und Verdauungsprobleme sicher ange-Lein-t – denn mit Leinöl und/ oder Leinsamen bekommt man sie in der Regel auch schnell in den Griff!

Auch bei zu schlanken Tieren oder Tieren, die hohe Leistungen erbringen sollen, aber so viel Energie, wie sie brauchen, nicht in Form von Futter aufnehmen können, weil das den Verdauungstrakt und den Stoffwechsel belasten würde, ist das energie – und Vitamin E-reiche Leinöl eine sehr gute Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig den Muskelaufbau anzukurbeln.

Allerdings gilt Leinöl als empfindlich und als nicht allzu lange haltbar – was tatsächlich so ist, weshalb wir es auch alle vier Wochen nachbestellen, denn frisch gepresst hat es eine Haltbarkeit von zwei Monaten.

Wichtig beim Leinöl ist auch, dass es nicht in Plastikkanistern gelagert wird, weil es zum einen die Weichmacher aus dem Kunsstoff lösen kann, die dann mit dem Öl aufgenommen werden könnten und Leinöl zum anderen dunkel gelagert werden muss, um seine hohe Qualität zu erhalten. Darum bestellen wir es in speziellen Metallbehältern und füllen es für unsere Kunden in Braunglasflaschen um.

Aber was macht das Leinöl so wertvoll?

Leinsamen – die Goldenen unter den Ölfrüchten

Unter den Ölfrüchten, also den Samen von Ölpflanzen, gehören die Leinsamen – verglichen mit Kürbiskernen und Sonnenblumenkernen – eher zu den Kleinen, denn sie erreichen gerade mal eine Länge von 4 bis 6 mm.

Was ihre gesundheitsfördernde Wirkung anbelangt, sind sie aber mit die Größten, denn die Leinsamen gehören zu den besten pflanzlichen Quellen für Omega-3-Fettsäuren, denen ein allgemeiner Herz-Kreislauf-Schutz zugeschrieben wird.

Überdies enthält die Samenschale des Leinsamens eine hohe Menge an Ballaststoffen, die sich durch ihr hohes Quellvermögen auszeichnen, denn sie vergrößern ihr Volumen im Dickdarm auf mindestens das zwei- bis dreifache ihrer ursprünglichen Größe, weil sie Wasser aus diesem Darmabschnitt aufnehmen und so Durchfall entgegenwirken. Gleichzeitig vergrößert sich das Kotvolumen und regt so die Darmperistaltik an – der Darm bewegt sich mehr und die Verdauung wird angekurbelt. Leinsamen reguliert damit die Verdauung, denn die Saat wirkt einer Verstopfung, wie auch Durchfällen entgegen.

Das Besondere an diesen Ballaststoffen ist jedoch ihre schleimbildende Eigenschaft und dieser Schleim (in 100 g Leinsamen sind zwischen 3 und 10 g Schleimstoffe enthalten) erhält den Darminhalt gleitfähig. Überdies legt er sich wie ein Schutzfilm über die Magen- und Darmschleimhaut und ist damit ein wirksamer Helfer gegen chronische Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, denn unter dem schützenden Schleim können gereizte und entzündete Schleimhäute besser abheilen.

Ein weiterer Inhaltsstoff der Leinsamen sind die Lignane – tatsächlich gilt der Leinsamen unter den Ölfrüchten zu den Samen, welche die meisten Lignane enthält. Im Prinzip handelt es sich bei diesen sekundären Pflanzenstoffen um ein Zwischenprodukt beim biologischen Aufbau von Lignin (lat. lignum = Holz), also den verholzten Pflanzenteilen. Lignane kommen in den Zellwänden in unterschiedlichen Konzentrationen vor und reichern sich besonders in den Randschichten von Samen an. Sie gehören zur Gruppe der Phytoöstrogene und sind in ihrer biologischen Aktivität der des weiblichen Sexualhormons Östrogen sehr ähnlich. Immer wieder stehen Lignane auch im Zusammenhang mit ihrer gesundheitsfördernden Wirkung bei hormonabhängigen Tumorerkrankungen. Hier kommen sogar gleich zwei gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe des Leinsamens zusammen, denn: Nicht nur die enthaltenen Lignane, sondern auch das Leinöl kann durch die antioxidative Wirkung das Krebsrisiko mindern, weil die enthaltenen Vitamine – vor allem das Vitamin E – sich stark im Kampf gegen freie Radikale macht. Freie Radikale fördern die Zellalterung und greifen die Zellen an, zerstören oder verändern sie in ihrer Struktur so, dass sie zur Tumorbildung neigen. Dagegen schützen Leinsamen, denn sie enthalten Antioxidantien und bei denen handelt es sich um freie Radikalefänger – Leinsamen schützen also die Zellen.

Dabei bekommen die Vitamine aus dem in den Leinsamen enthaltenen Leinöl zusätzliche Unterstützung von essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie den Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure). Damit kann Leinsamen das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren im Körper positiv beeinflussen, denn im Organismus stehen Omega-3-Fettsäuren in Konkurrenz zu Omega-6-Fettsäuren, deren wichtigster Vertreter die Linolsäure ist. Im Verlauf der Stoffwechselvorgänge entstehen entzündungshemmende oder entzündungsfördernde Substanzen. Dies geschieht in Abhängigkeit vom Verhältnis der Omega-3 und der Omega-6-Fettsäuren: Bei hohen Mengen an Omega-6-Fettsäuren (z. B. Linolsäure) werden eher entzündungsfördernde Substanzen, bei vergleichsweise höheren Mengen an Omega-3-Fettsäuren (z. B. Alpha-Linolensäure) eher entzündungshemmende Substanzen gebildet. Dabei sollte das Verhältnis der Omega-6-Fettsäure zur Omega-3-Fettsäure nicht größer als 5:1 sein.

Omega-3-Fettsäuren sind jedoch auch beteiligt am Aufbau von Nerven- und Gehirnzellen, verbessern die Fließfähigkeit des Blutes und gelten als „herzgesunde“ Fettsäuren.

Überdies haben die Fettsäuren und die Vitamine eine sehr positive Wirkung auf die Haut und die Haare, denn die Elastizität und der Schutzmantel der Haut werden gestärkt, sodass sie insgesamt widerstandsfähiger und gesunder ist und das Haarwachstum wird gefördert – daraus resultiert auch ein herrlich glänzendes Fell.

An Leinsamen sollte darum auch bei allen juckenden Hautveränderungen gedacht werden.

Bei Pferden wird Leinsamen vor allem bei der Neigung zu Verstopfungskoliken angewendet, denn er wirkt verdauungsfördernd und krampflösend. Aber Leinsamen ist auch ein hervorragender Energielieferant, der den Stoffwechsel nicht so belastet, wie ein entsprechend energiereiches Futter. Insofern eignet sich Leinsamen auch zum Auffüttern schwerfuttriger Pferde oder zu magerer Hunde. Durch die enthaltenen essentiellen Fettsäuren können auch die Nährstoffe besser vom Organismus verwertet werden.

Leinsamen haben überdies sowohl eine entzündungshemmende, als auch eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung.

Nährstoffgehalt von Leinsamen:

100 g enthalten…
Energie 379 kcal/ 16 MJ
Rohprotein 22%
Rohfaser 7%
Fett davon: 31,4 g
Linolsäure (n-6-FS) 4,1 g
Linolensäure (n-3-FS) 16,7 g
Eiweiß 24,8 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 33,8 g
Wasser 6,2 g

Allerdings rückt beim Verzehr oder bei der Fütterung von Leinsamen an Tiere auch immer wieder der Gehalt an Cadmium und Blausäure in den Fokus.

Bei der Verfütterung von Leinsamen an Pferde, die bis zu 100 g täglich davon bekommen dürften, spielt überdies auch noch die im Leinsamen enthaltene Substanz Linamarin eine eher negative Rolle – denn das kann für Pferde giftig sein, weil es durch Enzymprozesse im Pferdedarm zu Blausäure umgewandelt werden kann. Das Kochen des Leinsamens zerstört jedoch das Enzym, welches für die Freisetzung des Linamarin verantwortlich ist.

Wer sich das Kochen ersparen möchte und seinen Hund, seine Katze oder seine Vögel und Nagetiere mit Leinsamen ausschließlich gesund ernähren will, dem bieten sich unsere Goldleinsamen als unbedenkliche Variante der Ölfrüchte an, denn sie sind frei von Blausäure, Cadmium und Linamarin.

Wer nun nur von der Schleimbildung profitieren und darauf achten will, dass seine Tiere auch schlank bleiben, sollte ihn als „kalorienarme Variante“ als ganze goldene Samen verwenden.

Wenn Leinsamen zum Auffüttern von zu schlanken Tieren Verwendung finden soll und um eine Gewichtszunahme beim Tier zu erreichen, sollten die Samen geschrotet oder gemahlen werden, denn nur so gelangen die unter der schützenden Schale (die nicht verdaut werden kann und wieder ausgeschieden wird) verborgen Fettsäuren, das enthaltene Eiweiß sowie die verschiedenen Vitamine und Mineralstoffe in den Darm und können verstoffwechselt werden. Allerdings sollte man keinen geschroteten oder gemahlenen Leinsamen auf Vorrat kaufen, denn die mehrfach ungesättigten Fettsäuren reagieren höchst empfindlich auf Sauerstoff und werden sehr schnell ranzig.

Die Alternative zum Auffüttern zu schlanker Tiere bieten statt der geschroteten oder gemahlenen Leinsamen, das Leinöl oder die Leinkuchenflakes.

Leinkuchenflakes – gesunde Flocken für Magen, Darm, Haut und Haar

Leinkuchenflakes stellen eine zeitsparende Alternative zur Verwendung von Leinsamen dar, denn man muss sie nicht kochen oder einweichen und kann sie trocken verfüttern, weil sie keine Blausäure und kein Cadmium enthalten. Allerdings fehlt Leinkuchenflakes die hohe Menge an Leinöl des Samens, denn bei ihnen handelt es sich um ein Nebenprodukt, das nach der Pressung der Leinsaat bei der Ölgewinnung entsteht.

Trotzdem wirkt der Leinkuchen ähnlich günstig auf die Gesundheit, wie der Leinsamen selbst, denn nach wie vor sind die wertvollen Ballast- und Schleimstoffe, ein Teil der essentiellen Fettsäuren und die Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Besonders interessant ist die Fütterung von Leinkuchenflakes bei Verdauungs- und Fellproblemen, beispielsweise:

  • zur Vorbeugung gegen Koliken
  • bei Durchfallerkrankungen
  • zur Anregung der Darmtätigkeit
  • zum Aufbau einer gesunden Darmschleimhaut (wertvolle Mikroorganismen können sich im Darm ansiedeln)
  • zur schonenden Regenerierung gereizter Magen- und Darmschleimhäute (schützende Schleimstoffe beugt Reizungen vor)
  • bei Ekzemneigung (Sommerekzem)
  • bei empfindlicher Haut
  • bei schuppiger, trockener Haut oder glanzlosem Fell

Aber Leinkuchen ist auch reich an

  • essenziellen Aminosäuren
  • natürlichem Vitamin E
  • verdauungsfördernden Schleimstoffen
  • mehrfach ungesättigter Fettsäuren (Omega-3)

und verbessert die Futterverwertung und die Aufspaltung von Nährstoffen. Insofern eignet er sich auch zum Auffüttern magerer Pferde oder zur Zufuhr von zusätzlicher Energie, ohne den Stoffwechsel mit schwerverdaulichen Kohlehydraten zu belasten.

Wegen seines hohen Eiweißgehaltes kann er auch an Sportpferde und Zuchtstuten verfüttert werden. Auch in der Fohlenaufzucht kann Leinkuchen mit einem Anteil von 15% dem Aufzuchtfutter beigemischt werden

Leinkuchenflakes können auch an Hunde, Katzen oder Nager verfüttert werden.

Eure Sabine Bröckel